Super-Fussballer sollten auch fit fürs Superlernen sein

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Bei allem Trainingseifer, den wir verlangen, dürfen auf keinen Fall die schulischen Leistungen vernachlässigt werden. Da ist es doch genial, was Neurowissenschaftler festgestellt haben: Sport hat positive Effekte für das Gehirn!!!. „Es klingt paradox: Während man ganz ohne Kopfzerbrechen zügig durch den Park spaziert, bringt man gleichzeitig sein Gehirn auf Trab. Wer dieser Tage einen Gehirnforscher um Rat bittet, wird genau diesen Tipp bekommen: Lauf mal wieder! Das Faszinierende: Sportliches Training verbessert die kognitiven Leistungen wohl nicht nur durch eine bessere Durchblutung des Gehirns. Sport verbessert tatsächlich die Fähigkeiten, also ‚die Mechanik‘ des Gehirns, wie Neurowissenschaftler sagen“, so die WDR-Sendung Quarks & Co. „Es gibt Hinweise darauf, dass sich im Gehirn durch sportliche Aktivität mehr Verknüpfungen zwischen einzelnen Neuronen ausbilden, die eine erhöhte Leistungsfähigkeit des Gehirns zur Folge haben“, sagte Professor Ursula Staudinger von der Jacobs-Universität gegenüber Quarks & Co. Allerdings muss man sich auch systematisch mit Lerntechniken beschäftigen, um sein Gehirn zu Höchstleistungen zu bringen. Wie das funktioniert, erklärte mir Professor Henning Scheich, Direktor des Leibniz-Instituts für Neurobiologie in Magdeburg, in einem Interview für das Magazin NeueNachricht. Wichtig sei beispielsweise das interne Belohnungssystem des Gehirns. Es werde der Neurotransmitter Dopamin ausgeschüttet. „Das Dopamin hat eine zweifache Wirkung: Es gibt ein gutes Gefühl, wenn Sie Erfolge haben. Der zweite Effekt ist noch viel wichtiger: die Erinnerung. Wir erleben enorm viele Dinge, die wir in unseren Kopf schnüren und nicht alles bleibt im Langzeitgedächtnis haften. Die Umsetzung vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis wird über das Dopamin gesteuert“, so Scheich.

Erfolg mache Spaß, da unterscheiden sich Menschen und Mäuse nicht. Dabei könne sich ein Überflieger, der beim ersten Versuch auf die Lösung kommt, genauso freuen wie ein minder Begabter, der mehr Anläufe benötigt. Es komme darauf an, sich die richtigen Ziele zu setzen. „Die Stimmungsaufheller wirken direkt auf die Gedächtnisbildung. Das hilft uns, eine Erfolgsstrategie automatisch abzuspeichern. Der Zusammenhang gilt auch umgekehrt: Wir behalten emotional gefärbte Erlebnisse besser als neutrale. Der erste Schultag, die große Liebe oder der Tod eines Freundes prägen sich uns tiefer ein als jede Mathe-Formel. Wem es auf der anderen Seite gelingt, trockenen Lernstoff mit Emotionen oder Sinn zu verknüpfen, wird ihn besser memorieren. Die Telefonnummer 14921960 etwa setzt sich aus dem Jahr der Entdeckung Amerikas und der Olympischen Spiele in Rom zusammen“, berichtet die Zeitschrift Focus.

Auch ausreichende Ruhepausen zwischen den Lektionen seien für das Funktionieren des Langzeitgedächtnisses unerlässlich. „Inhalte, die dauerhaft in unserem Gehirn verankert werden sollen, erfordern einen grundlegenden Umbauprozess an den Nervenzellen, der mindestens 24 Stunden in Anspruch nimmt. Kommen neue Informationen zu schnell hintereinander, konkurrieren ihre Inhalte und löschen sich aus“, so Focus. „Ohne Pausen“, erklärt Scheich, „wissen die Neuronen nicht mehr, was sie speichern sollen.“ Visueller Müll aus Fernseher und Computerspiel oder aufwühlende Erlebnisse würden das Langzeitgedächtnis blockieren. Was als Ablenkung gedacht sei, kommt im Speicher als Störsignal an.

Jeden Donnerstag, von 17 bis 19 Uhr, biete ich meinen Kindern einen Lernworkshop an, wo wir uns mit allen wichtigen Fächern auseinandersetzen und kluge Lernstragien entwickeln. Auch Tipps und Tricks für die tägliche Unterrichtsvorbereitung und für Klausuren – auch Lehrer kochen nur mit Wasser ;-).

So ist bei meinem Sohn Constantin das Fach Chemie zum Lieblingsfach aufgestiegen, obwohl er nach den Sommerferien in eine mündliche Nachprüfung musste, sie aber mit bravour bestanden hat. Vier Wochen Lerntraining in den Sommerferien wurden zur Vorbereitung genutzt und der Knoten ist geplatzt. Jetzt knöpfen wir uns Deutsch, Philosophie und Geschichte vor.

Solltet Ihr in der Schule durchhängen, seit Ihr herzlich eingeladen, jeden Donnerstag für zwei Stunden das Lerntraining zu absolvieren. Ettighoffer Str. 26a. Einfach vorbeikommen, vorher aber die Eltern informieren. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann mich anrufen, oder nach dem Training mit mir sprechen. Meine Handynummer 0177 620 44. 74. E-Mail: gunnareriksohn@googlemail.com.

Gruß

Gunnar

Hier noch der Link zum NeueNachricht-Artikel mit einigen hilfreichen Literaturtipps zum Thema Superlernen.


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Über gsohn

Diplom-Volkswirt, Wirtschaftsblogger, Livestreamer, Moderator, Kolumnist und Wanderer zwischen den Welten.
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