Hart erkämpfter Sieg gegen Beuel unter höchst fragwürdigen Bedingungen

Im wichtigen Auswärtsspiel gegen RW Beuel habt Ihr wirklich Moral bewiesen. Was der gastgebende Verein sich gestern geleistet hat, müsste eigentlich im Verband noch einmal auf die Tagesordnung gesetzt werden. Die Organisation war katastrophal. Das fing mit der „Zuweisung“ der Kabine an, wo wir uns in den endlosen Gängen der Turnhalle unseren Raum selber erkunden mussten. Unzumutbar war die über halbstündige Verspätung des Anpfiffs. Die Platzverhältnisse waren unterirdisch. Das setzte sich nahtlos fort mit den Lichtverhältnissen zum Ende der ersten Halbzeit. Wir sind recht früh in Rückstand geraten, konnten dann sehr schnell ausgleichen und den Vorsprung auf 4:1 ausbauen. Das Gegentor kurz vor Schluss ist dann im Halbdunkel gefallen, weil es für RW Beuel wohl recht ungewöhnlich ist, dass im Winter gegen 17 Uhr ohne Flutlicht nicht mehr gespielt werden kann. In der Pause spielten sich dann weitere Provokationen der gegnerischen Betreuer und Spieler ab, die uns beim Stand von 4:2 den Mut absprachen, auch im Dunkeln ohne Flutlicht weiterzuspielen. Vielleicht hätte jeder Spieler sein Handy einsetzen sollen, um sich auf dem Platz noch Orientierung zu verschaffen – oder wie stellten sich das die Spaßvögel von Beuel vor?

Vom Betreuerstab wurde in Diskussionen mit dem Schiedsrichter schon an einer Sündenbocktheorie gefeilt, um einen Abbruch nicht als Niederlage hinnehmen zu müssen. „Man habe die automatische Einschaltung des Flutlichts nicht in der Hand, das liege am Hausmeister“. So ähnlich formulierten es die Vereinsverantwortlichen von Beuel. Man werde dann sehen, ob das Spiel wiederholt werden müsse. Zudem brüsteten sich die Spieler des Gegners, man werde uns sowieso abziehen und wir hätten Angst, auf den Platz zurückzukehren. Der Schiedsrichter wollte schon abbrechen, da geschah das Wunder von Beuel. Um 17,15 Uhr ging das Flutlicht an und wir konnten auf dem Platz unter Beweis stellen, das die flotten Sprüche des Gegner nicht ausreichen, um ein Spiel zu gewinnen. Ihr habt in der zweiten Halbzeit nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholt und bedingungslos angegriffen. Die Defensive stand kompakt und mit guten Kombinationen ist der Vorsprung auf 6:2 ausgebaut worden. Die taktische Disziplin und der Kampfgeist gaben den Ausschlag, dass wir dieses sehr wichtige Spiel gewinnen konnten. Damit können wir aus eigener Kraft die Meisterschaft gewinnen. Beuel kann die Saison wahrscheinlich abschreiben. Die Meisterschaft wird nach meiner Prognose zwischen Hersel, Merten und uns entschieden. SV Vorgebirge hat sich gegen Hersel achtbar geschlagen und zu Hause nur 3:4 verloren. Das ist ein klarer Beleg, welche Einstellung vonnöten ist, um das erste Spiel der Rückrunde am 19. Dezember gegen Vorgebirge siegreich zu bestreiten. Die nächsten vier Trainingstermine müssen von allen Spielern wahrgenommen werden, um die Spielkultur, die Kondition und die Sprintfähigkeiten zu verbessern. Alle Teile der Mannschaft müssen wie eine gut geölte Maschine funktionieren. Ein Zahnrad muss ins andere greifen, um gegen die starken Gegner zu gewinnen. Ihr müsst Euch auf die Spielstärken Eurer Mannschaftskameraden noch mehr einstellen: Laufwege, unterschiedliche Schnelligkeit, Schwächen und Stärken. Beim Trainingsspiel am Freitag haben wir das ja zur Aufgabe gemacht mit der One-Touch-Übung in der Hälfte des Gegners.
Die 3-Runden-Läufe werden an den nächsten vier Terminen übrigens weiterhin angesetzt. Ihr müsst hier Eure Bestzeiten weiter unterbieten.

Merten konnte gegen Pützchen übrigens nur unentschieden spielen. Gegen den gleichen Gegner kamen wir zu einem 11:3-Sieg 😉 Sollte Merten weiter patzen, reduziert sich der Kreis der Meisterschaftskandidaten weiter.

1. FC RW Lessenich 10 8 1 1 63:21 42 25
2. TuS Germania Hersel 9 8 1 0 58:20 38 25
3. SSV Merten II 9 6 1 2 50:22 28 19
4. SV Vorgebirge 9 6 0 3 54:18 36 18
5. Spfr. Rot-Weiß Beuel 9 5 1 3 50:28 22 16
6. SC Widdig 8 4 1 3 23:28 -5 13
7. TuS Pützchen 9 2 4 3 32:34 -2 10
8. SV Ennert-Küdingh. II 9 2 0 7 16:60 -44 6
9. BSV Roleber II 9 2 0 7 14:62 -48 6
10. Rot-Gelb Wesseling 9 1 1 7 10:42 -32 4
11. SSV Walberberg 8 0 0 8 7:42 -35 0

Einige Spielszenen, die ich bei Youtube hochgeladen habe:


Und hier einige Impressionen vom Spiel gegen Beuel.




























Advertisements

Über gsohn

Diplom-Volkswirt, Wirtschaftsblogger, Livestreamer, Moderator, Kolumnist und Wanderer zwischen den Welten.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines, Bonn, Fußball, Lessenich, Sport abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Hart erkämpfter Sieg gegen Beuel unter höchst fragwürdigen Bedingungen

  1. Pingback: Am Samstag Saisonfinale gegen Beuel und dann die Sondergruppenqualifikation « Meistermacher

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s