Gesundheitsgefahren durch Shisha und Bong: Sucht- und Krebsgefahr – Mundstück fördert Herpes und Hepatitis

Das Rauchen einer Wasserpfeife hat sich leider zum Freizeitspaß unter Jugendlichen entwickelt. Der Tabak schmeckt nach Frucht, kratzt weder im Hals noch scheint er ungesund zu sein. Das Gegenteil ist der Fall, liebe Meistermacher. Die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK)
warnt: Shisha und Bong sind weitaus gefährlicher als normaler Zigarettenqualm. Das berichtet die Tageszeitungen „Die Welt“.

„Viele unterschätzen das Suchtpotenzial und die Schadstoffmenge“, warnt DAK-Suchtexperte Ralf Kremer. Fast 40 Prozent der Jugendlichen zwischen dem 12. und 17. Lebensjahr kamen – so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung – schon einmal in ihrem Leben mit der Wasserpfeife in Kontakt. Jeder Achte von ihnen soll sogar regelmäßig den Rauch einatmen.

Dass das Rauchen von Shisha und Bong allerdings weitaus gefährlicher für die menschliche Lunge sei, wissen viele Jugendliche nicht. Da kommen dann verharmlosende Aussagen: Man rauche ja nur ab und zu. Man könne jederzeit damit aufhören. Das sei doch nur Spaß. „Über den Rauch der Wasserpfeife werden mehr Gifte aufgenommen, als über filterlose Zigaretten“, so Ralf Kremer gegenüber der Welt.

Beim Verbrennen des Tabaks entstehen hochgiftige Stoffe, wie Acetaldehyd, Acrolein oder Benzol, die dann ungefiltert eingeatmet werden. Auch giftiger Teer gelangt in den Körper und setzt sich in den Atemwegen und der Lunge fest.

Darüberhinaus sei der Tabak von Wasserpfeifen zusätzlich mit Feuchthaltemitteln, Zucker und Sirup versetzt. Werde der Tabak erhitzt, entstehen weitere krebserregende Substanzen: „Alle Organe, die mit Tabakrauch in Berührung kommen, sind besonders krebsgefährdet“, sagt Kremer. „Das Gefährliche beim Shisha-Rauchen ist, dass der Qualm oft länger und tiefer inhaliert wird, als bei normalen Zigaretten.“

„Die Konzentration des süchtig machenden Nikotins ist im Blut nach dem Shisha-Rauchen viel höher, als nach dem Rauchen von Zigaretten“, weiß der DAK-Experte. „Viele Jugendliche sehen die Wasserpfeife als harmlose Freizeitbeschäftigung an, dabei ist sie eine Einstiegsdroge.“

Weitere Risiken sieht Kremer in den Infektionskrankheiten: „Wenn die Shisha in gemütlicher Runde von Mund zu Mund geht, können durch Speichelreste am Mundstück auch Krankheiten wie Herpes oder Hepatitis übertragen werden.“

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Über gsohn

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2 Antworten zu Gesundheitsgefahren durch Shisha und Bong: Sucht- und Krebsgefahr – Mundstück fördert Herpes und Hepatitis

  1. JoJo schreibt:

    Ich vertraue in Shisha,das ist was ich brauche nach einem anstrengenden Tag 🙂

  2. Pablo schreibt:

    Sehr interessanter Artikel, die Jugendlichen konsumieren es immer häufiger, doch irgendwie fehlen da genau Studien, die den Shisha-Konsum dokumentieren könnten. Als Einstiegsdroge würde ich es persönlich nicht ansehen.

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