Vom Chancentod zum Helden des Spiels

In einem mittelmäßigen Freundschaftsspiel zwischen dem SC Volmershoven und dem FC Rot-Weiß Lessenich fallen zwar einige Tore, aber die einfachsten Dinger wurden dann doch eher liegen gelassen. Dieser Chancentod ist noch keiner, als er in Halbzeit 1 auf der linken Abwehrseite spielt und schon nach nicht mal 180 Sekunden bereits die Hände überm Kopf zusammenschlägt. Ein Missverständnis zweier Defensiv-Kollegen nach dem Motto „Nimm du ihn, ich hab ihn schon“ lädt die Hausherren zum Führungstreffer ein. Im Zusammenspiel mit Neuzugang Jan macht er zwar viel Tempo auf der linken Seite, aber richtige Chancen entstehen daraus noch nicht; spätestens als Jan immer schwacher wird und kaum noch spielfähig ist, wirkt die Seite wie tot. Nach einer Viertelstunde lässt Ingo die wenigen RWL-Anhänger die Arme hoch reißen. 1:1. Die B-Elf versucht trotz der vielen Umstellungen und nur einem Ersatzspieler aus der C2 alles, um ihn Führung zu gehen und bestimmt auch das Spiel, aber alles was vorne ankommt wird zu leichtfertig vergeben oder ist dann auch nicht zwingend genug. Halbzeit. Umstellung. Der immer noch nicht Chancentod spielt nun im linken Mittelfeld, soll dort für mehr Offensivschwung sorgen und den verhinderten Kapitän Oliver annähernd ersetzen. Gelingt ihm in den ersten Minuten nicht, denn bereits nach 7 Minuten das 2:1 für Volmershoven. Es dauerte wieder ein wenig bis man sich erholt hatte; Ingo nach insgesamt 60 Minuten zum 2:2. Dann ging es los mit dem Vergeben der guten Möglichkeiten. Am langen Pfosten bekommt der den Ball freistehend und hat alle Zeit der Welt. Drüber! 70.Minute: 3:2 für die Heimmannschaft. Enttäuschung macht sich breit. So richtig dran glauben tut hier eigentlich keiner mehr. Kurz darauf wieder derjenige, wo so langsam mal der Name fällig wird: Igor! 5 Meter vor der Kiste hat er den Ball am Fuß kleben ähnlich wie sein Landsmann und Vorbild C. Ronaldo. Aber der hätte diesen Ball wohl verwandelt; der nunmehr Chancentod mit der Rückennummer 17 (Was für ein Zufall 😉 ) tat es nicht. Inzwischen gab es böse Verurteilungen am Rand, nämlich dass er sein letztes Spiel in der Offensive gemacht hat, wenn er heute nicht mehr trifft. Zu früh verurteilt oder Ansporn für den Schlussspurt? Es waren noch 120 Sekunden regulär. Wie der Ball in die Mitte kam spielte keine Rolle mehr, jedenfalls war er plötzlich drin. Wer war’s? Na klar, Igor. Doch damit noch nicht genug. Die letzten Sekunden laufen, wieder kommt der Ball wie magnetisch angezogen zur Nummer 17 und landet auch irgendwie im Tor. Er genießt die Tore mit bedachter Ruhe und schickt ein Grinsen Richtung Trainerbank. Manchmal reichen eben 2 Minuten, um einen Helden auferstehen zu lassen…

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